Jeder Verein besitzt ein mehr oder weniger schönes Vereinsheim, damit sich die Mitglieder dort treffen und einige nette Stunden verbringen können. Versammlungen werden abgehalten, vereinswichtige Dinge beschlossen, Geburtstage gefeiert und manchmal braucht man auch nur einen Ort, an dem man sich nach getaner Arbeit an kalten Tagen aufwärmen will.

Nun kann man als Hafenverein aber nicht einfach ein Vereinsheim auf einem Hochwasserschutzdeich errichten. Einen Wohncontainer alls dauerimprovisiertes Vereinsheim auf dem benachbarten Parkplatz stellen? Das wollte natürlich auch niemand. Also – ein Schiff musste her. Ein schwimmendes Vereinsheim als Heimschiff des Hamelner Hafenvereins e.V.. Eine Idee war geboren.

So wurde ein altes, aber baulich völlig intaktes Binnenschiff von beachtlichen 28m Länge und 5,55m Breite angeschafft, das in Eigenleistung zum Vereinsschiff mit dem Namen „TASK“ ausgebaut werden sollte. „TASK“ heißt übersetzt „Aufgabe“ – und das was jetzt folgte wa eine gewaltiege Aufgabe.

Natürlich sammelt man im Kreise der Mitglieder schon fleißig Einrichtungsgegenstände, Werkzeuge, Baumaterial, isolierung, Elektrokabel, Fliesen und Sanitärartikel, damit der Ausbau möglichst ohne Konkurs der vereinseigenen „Kriegskasse“ vonstatten gehen konnte. Weil kein Lagerraum vorhanden war, musste zunächst alles auf der TASK gesammelt werden. Das führte dazu, daß für jeden Arbeitsschritt auf dem Schiff, alles ständig von einer Ecke in die Andere gepackt werden musste.

Das Ganze natürlich ohne vorhandenen Fußboden, denn zunächst musste die Sogenannte Bilge (Kielraum des Schiffes) von Hand gesäubert, entrostet, wieder gereinigt und anschließend mehrfach mit Rostschutz gestrichen werden. Insgesamt 155qm Bilge und die dazugehörigen Querverstrebungen warteten auf die Vereinsmitglieder …  

Eine schmutzige, umständliche und langweilige Fleißarbeit, die schließlich mehr als ein halbes Jahr dauerte.

Danach wurde ein 1000l Fäkalientank eingebaut, elektrische Leitungen verlegt, Trockenausbau vorgenommen, Sanitäranlagen eingebaut, Fliesen gelegt, eine Theke gebaut und, und, und. Jede freie Minute wurde gewerkelt, gebaut, gemessen, gepinselt und geschweißt.

Wenn die Kassenwartin mit herausgekrempelten Taschen auf der Baustelle erschien, war allen klar: Neue Ideen zur Baufinanzierung mussten her! Zweimal wurden so in Eigenregie Flohmärkte organisiert, um den Traum eines eigenen Heimschiffes näher zu kommen. Dazwischen wurde permanent gekungelt, getauscht, organisiert und improvisiert.

Tausende Arbeitstunden stecken inzwischen in diesem ehrgeizigen Projekt, das im Jahr 2007 endlich das „Zuhause“ dieses kleinen, aber für den Hamelner Hafen wichtigen Vereins geworden ist.

Das neue Schild der TASK, das Vereinsmitglied Michael Johnson im Juni 2009 selbst gestaltet hat.